openyourmind


Name:

Roland Ballier

Alter:

59 Jahre

Heutige Tätigkeit:

Arzt

Besuchte Kantonsschule:

Gymnasium Tuttlingen

Schwerpunktfächer:

Naturwissenschaften

Studium:

Ingenieur, Medizin

Weitere Ausbildungsstationen:

-

„Ich hatte schon in der Schule ein grosses Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie und Physik, hingegen mochte ich Fremdsprachen nicht. Besonders Latein war mir ein Gräuel, ich wählte es ab, mit dem Resultat, dass ich es im Studium nachbüffeln musste.“

Dr. med. Roland Ballier, gebürtig in Tuttlingen (D), ist neben seiner Arbeit als Allgemeinmediziner in seiner Praxis im Fachkurhaus Seeblick in Berlingen auch als Notfallarzt tätig. Ausserdem ist er Präsident der SSAAMP, (Swiss Society for Anti-Aging Medicine and Prevention) einer schweizerischen Organisation, die sich vorwiegend der Anti-Aging- und  der Präventivmedizin widmet. Seine Aufgabe ist es vor allem, die Öffentlichkeit über seriöse und unseriöse Produkte und Dienstleistungen aufzuklären und für die Weiterbildung interessierter Ärzte und Apotheker zu sorgen. An Seminaren, Workshops und am internationalen Bodenseekongress für Anti-Aging-Medizin tritt der Arzt als Moderator auf.

 

Ballier hatte schon in der Schule ein grosses Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, wie Chemie und Physik, hingegen mochte er Fremdsprachen nicht. Besonders Latein war ihm ein Gräuel, deshalb wählte er das Fach während des Gymnasiums ab. Damals dachte er noch nicht an eine Karriere als Arzt, sonder begann nach seinem Schulabschluss ein Studium in Elektronik an den Universitäten München und Stuttgart. Nach seinem Abschluss als diplomierter Ingenieur begann er sein Studium in Medizin, da ihm der Kontakt mit Menschen fehlte. Jetzt musste er sein Latinum nachholen, was ihm sehr schwer fiel. Sein Studium absolvierte er in Freiburg und Tübingen mit einer Ausbildung in Innerer Medizin und Chirurgie. Über eine Karriere als Ingenieur hatte der Arzt zwischenzeitlich auch nachgedacht. Als Medizintechniker arbeitete er an der Entwicklung eines Nieren- und Gallensteinzertrümmerers mit. Diese Arbeit war sehr interessant, jedoch gab es fast keinen Kontakt mit Patienten. Deshalb gab er seine Tätigkeiten in der medizinischen Industrie auf.

 

Seit 1972 ist Ballier mit Leidenschaft als Notarzt auch im Thurgau tätig. 1985 gründete er ein Institut für Arbeits- und Präventivmedizin, das er mit grossem Erfolg aufbaute und dann an den Deutschen TÜV verkaufen konnte. Er ist auch in zahlreichen Fachgesellschaften tätig und veröffentlichte Arbeiten zu gesundheitspolitischen Themen. Ausserdem hält er regelmässig Referate über komplementärmedizinische Fachthemen. Seit 2003 arbeitet er im Kurhaus Seeblick als leitender Arzt und hat neben seiner Praxis auch eine Zweigstelle im Hotel „The Dolder Grand“ in Zürich. Man könnte schon fast sagen, Ballier ist in Ärztekreisen so etwas wie eine Berühmtheit. Dies weist er jedoch mit einem Lächeln zurück. „Eine Berühmtheit würde ich jetzt nicht sagen, aber es macht Spass, wenn man bei Kollegen immer mehr Anerkennung und Unterstützung findet.“ Wenn er einmal etwas ausspannen möchte, dann fliegt der Doktor ein paar Runden in seinem zweisitzigen Ultralight-Flugzeug. Über dem Bodensee lässt er alle Sorgen unter sich. Wenn es weitere Strecken zu bewältigen gibt, dann steht ihm eine amerikanische Moony zur Verfügung, mit der er als Pilot auch geschäftliche Flüge unternimmt.

 

Bei den vielen Referaten über Gesundheit und Anti-Aging muss man sich die Frage stellen, ob sich der Arzt selbst an seine Vorschriften und Vorschläge hält. „Ich versuche mich gesund zu halten, bin auf der anderen Seite aber nicht immer ganz so konsequent.“ Immerhin treibt er drei Mal wöchentlich Sport und nimmt täglich eine individuelle Mikronährstoffmischung aus Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu sich, die gemäss Blutanalyse auf ihn abgestimmt ist. Er verzichtet aber nicht auf gutes Essen und ein oder zwei Gläser Rotwein oder Bier. Sein Aussehen, seine Fitness und seine Lebensfreude sprechen für seine Empfehlungen. Besonders stolz ist der Doktor darauf, dass er bis jetzt noch keine Medikamente nehmen muss und einen normalen Blutdruck, normale Cholesterinwerte, kein Gramm Übergewicht und die Konstitution eines Marathonläufers hat. Sein Motto ist: Vorbeugen ist besser als Heilen. Wenn sich mehr Ärzte und allgemein Menschen an diese Regel halten würden, könnten wir viel Geld und Leid im Gesundheitswesen sparen.

 

Riccarda Hefel, Kantonsschule Kreuzlingen

Der Publizierte Text steht auch als .pdf zum downloaden zu Verfügung